..oder nein, haben wir da nicht erst kürzlich so eine schöne Liebeserklärung an das Zöbinger Stöckl gelesen.. in wenigen Minuten standen wir vor der Türe.
Lange brauchte meine Überredungskunst nicht, die Taferln vor dem Lokal versprachen Wild und Köstlichkeiten der Wiener Küche, wie man sie heutzutage auf Wirtshausspeisekarten suchen muss.
Nix wie rein, denn, was ihr nicht wisst, aber jetzt verrate ich es, unsere heimische Küche fährt auf Schmalspur, aus technischen Gründen. Unser seit 5 Jahren defekter Geschirrspüler hat endgültig sein Leben ausgehaucht, nun haben wir eine Geschirrspülerin, bis der Entscheid zur Küchenmodernisierung gefallen ist.
Der Eindruck vom Lokal war ausgezeichnet, wir waren die ersten Mittagsgäste, die Kellner waren freundlich und kompetent. Unsere Wahl fiel auf Vanillerostbraten und Rehragout. Mittlerweile füllte sich das Lokal, die meisten Gäste bestellten das Tagesmenü.
Der Vanillerostbraten kam mit einem böhmischen Knödel, mein Rehragout mit Serviettenknödel.
Beide Speisen enttäuschten uns sehr. Der "Urwiener" Vanillerostbraten war ein kurzgebratenes qualitativ gutes Rindfleisch mit Knoblauchscheiben in viel Sauce, wir kennen die Zubereitungsart anders. Das Rehragout war von einem wunderbar flaumigen Serviettenknödel begleitet, das Reh allerdings dürfte an einem Wadenkrampf gestorben sein, eine Messer- und Zahnprobe. Leider war die Erwartung auf "Ur-Wiener-Küche" fokussiert und dieser Erwartung wurde das Gebotene absolut nicht gerecht.
Schade, für uns hat das hochgelobte Lokal die Probe nicht bestanden.











